Küchenlektüre für Mama und Papa: was kleinen Beikost-Startern und größeren Vielfraßen schmeckt…

Mit dem Beginn der Beikost stellt man sich als Eltern ja oft folgende Frage: Gläschen kaufen oder selber kochen? Und wenn selber kochen, was kochen?!
Wir haben bei beiden Kindern von Anfang an Gläschen und selbst gekochte Beikost kombiniert. Denn beides hat seine Vor- und Nachteile. Gläschen sind einfach praktisch, weil man sie überall mit hinnehmen kann. Wenn man sie dann doch nicht braucht, stellt man sie einfach wieder in den Schrank. Außerdem geht’s schnell (der Einkauf und das Aufwärmen) und es lässt sich gut lagern. Nachteil: Portionsgröße und Kosten. Zwergenmann war als Baby ein guter Esser und hat ein ganzes Gläschen problemlos verputzt. Mausekind ist oft nur die Hälfte bis 3/4 der Menge. Der Rest ist dann zu wenig für eine zweite Portion und so landen die restlichen Löffelchen dann meistens in Mama’s Bauch. Und je nach Marke kostet so ein Gläschen auch 1,15 Euro und mehr – da kann man mitunter günstiger selber kochen…
Kocht man selber, kann man individuell zusammenstellen was schmeckt. Es gibt ja längst nicht alles zu kaufen, was sonst auch auf den heimischen Tisch kommt. Und je nachdem was man wo kauft (Obst und Gemüse aus dem Supermarkt ist auch nicht schlecht, es muss nicht nur Bio sein), ist eine Einzelportion auch günstiger, als wenn man fertige Gläschen kauft. Für mich ist der klarste Vorteil aber, dass ich die Portionen so einfrieren kann, wie wir sie brauchen! Dann bleiben meistens keine Reste über… Nachteile: der Zeitaufwand beim Zubereiten ist nicht ohne. Gläschen einkaufen geht schneller *lach* Man braucht auch geeignete Becher zum Einfrieren und den Platz im Gefrierschrank. Bei uns ist das kein Problem und außerdem koche ich gerne 😉 Bevor die Frage kommt: ich nehme ich die Becher von Avent zum Aufbewahren und einfrieren. Es gibt vergleichbare Becher aber auch von anderen Herstellern!

Wer nun selber kochen möchte und Inspiration für leckere Gerichte vom ersten Brei bis zu kompletten Wochenplänen für Kindergarten- und Schulkinder braucht, bekommt hier nun ein paar Buchtipps von mir:

Beginnen möchte ich mit einem Buchtipp für die Beikosteinführung. In „Die besten Breie für Ihr Baby“ von Anne Iburg, erschienen im TRIAS Verlag, bekommt ihr neben leckeren ersten Breirezepten auch ausführliche allgemeine Informationen zur Ernährung von Babys im ersten Lebensjahr. Ich finde, dass es das beste Buch auf dem Markt ist. Ich habe es mir schon vor 3 Jahren geholt, als Zwergenmann im Beikostalter war. Neben Mittagsbreien findet ihr auch Milchbreie und Obst-und-Getreide-Breie in dem Buch. Für die Mittagsbreie sind die Rezepte jeweils für eine oder für 10 Portionen angegeben. So kann man auch prima vorkochen und einfrieren.

 

 

Wird Baby größer schließt sich Anne Iburg’s „Die besten Gerichte für Ihr Kleinkind“ aus dem TRIAS Verlag an. Da ich mit dem Brei-Buch ja schon so zufrieden war, musste das „Folge-Buch“ natürlich auch her. Neben ausführlichen Informationen zur gesunden Ernährung von Kindern und einer tollen Tabelle über Lebensmittelmengen (die mir zeigt, dass Zwergenmann im Prinzip doch nicht zu wenig isst, was ich aber oft meine…), findet ihr in diesem Buch Rezepte, die der ganzen Familie schmecken.

 

Ich koche sehr gerne Rezepte aus diesem Buch, weil sie kindgerecht, aber dennoch für die ganze Familie gedacht sind. Die Rezepte sind in folgende Kategorien unterteilt:

  • Frühstücksideen
  • Getränke
  • Dips und Brotaufstriche
  • Salat und Gemüse
  • Suppen und Eintöpfe
  • Eierspeisen
  • Kartoffelgerichte
  • Nudelgerichte
  • Reis und Getreide
  • Fleischgerichte
  • Fisch
  • Pikante Kuchen
  • Dessert
  • Kuchen und Gebäck
Ihr seht, da ist für jeden Geschmack etwas dabei!
Und zum Schluss noch ein richtig richtig tolles Buch, das ich nicht mehr missen möchte! Gekauft habe ich es erst, als Zwergenmann schon etwas älter war und ich bin im Prinzip auch nur durch Zufall beim Stöbern im Buchladen drauf gestoßen:

 

In „Neue Küche für Babys und Kleinkinder“ von Annabel Karmel aus dem Verlag Dorling Kindersley findet ihr eher moderne Rezepte, die aber auch richtig lecker sind! Von der ersten Beikost bis zu Familienmahlzeiten mit Rezepten für 3 bis 7-jährige ist alles dabei: vollwertige Mittagsmahlzeiten werden ebenso vorgestellt wie Snacks und Süßspeisen.

 

Es gibt auch ein Kapitel mit pfiffigen Rezeptideen für schwierige Esser. Ich habe durch dieses Buch völlig neue Rezepte kennengelernt und in unseren Ess-Alltag aufgenommen, die ich vorher gar nicht kannte bzw. die ich aus eigenem Antrieb vielleicht nicht gekocht hätte. Was mir besonders gut gefällt: es gibt bei jedem Gericht den Hinweis, ob es zum Einfrieren geeignet ist, oder nicht!!! Das hätte ich mir in anderen Büchern zum Thema „Brei“ mal gewünscht. Da wurden dann Rezepte für 10 Portionen genannt (und da ist es ja logisch, dass man die einfrieren muss, wenn man nicht gerade 10 Babys zu Hause hat…) und dann war der Brei nach dem Auftauen von der Konsistenz richtig ekelig. Diese Bücher weilen nun nicht mehr unter uns… 😉

 

 

Und für ganz inspirationslose Eltern hält dieses Buch auch noch ein besonderes Schmankerl bereit: für die einzelnen Altersstufen gibt es Speisepläne für eine ganze Woche vom Frühstück bis zum Abendbrot! Das verschafft einem auch einen schönen Überblick über die einzelnen Rezepte und man findet leichter was man sucht. Im Vergleich zu unseren anderen Kochbüchern ist dieses schon etwas in Mitleidenschaft gezogen, weil es schon die ein oder andere Stunde neben dem Herd verbracht hat 😉 Aber es macht halt einfach Spaß aus diesem und den beiden anderen von mir vorgestellten Büchern zu kochen, in ihnen zu blättern und sich inspirieren zu lassen…
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann ja mal im Buchladen seines Vertrauens stöbern, ob das auch was für ihn und sein Kind ist! Ich verziehe mich nun in die Küche – Mittagessen kochen 😉

 

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Kategorie Bücherregal

Ich bin Svenja, Mitte 30 und Mami von Mausekind und Zwergenmann. Von Beruf bin ich Erzieherin und zusammen mit den Kindern, einem wundervollen Ehemann und den drei Stubentigern lebe ich im Emsland.

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