Schnelle Hilfe bei (Reise)Übelkeit: Sea-Bands

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Hallo ihr Lieben!

Die sogenannten Zeugnisferien stehen vor der Tür und für viele Familien geht es für ein verlängertes Wochenende in den Kurzurlaub – häufig mit dem Auto. Was wir selber nicht kennen, ist dabei aber häufig ein Problem: Reiseübelkeit. Aus diesem Grund möchte ich euch heute etwas vorstellen, mit dem ich selber schon meine Erfahrungen gemacht habe und was für euch und eure Kinder vielleicht auch das erste Mittel der Wahl ist bevor ihr in den Medizinschrank greift. Die Rede ist von den Sea-Bands.

Sea-Bands gegen Übelkeit

Sea-Bands sind Akupressurbänder für das Handgelenk. Das Baumwoll-Misch-Material ist angenehm weich und besitzt an der Innenseite eine kleine Kunststoffnoppe, die beim Tragen des Armbandes Druck auf den Nei Kuan-Punkt ausübt. Das ist kein bisschen unangenehm und tut vor allem auch nicht weh! Man spürt das Armband beim Tragen kaum und dennoch sitzt es stramm genug, dass es nicht verrutscht. Es gibt die Armbänder in zwei unterschiedlichen Weiten für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren.

Wird der Nei Kuan-Punkt durch die Akupressur stimuliert, zeigt dies bereits nach wenigen Minuten Wirkung. Die Übelkeit lässt nach. Wichtig ist, dass die Armbänder an beiden Handgelenken getragen werden. Die Akupressurbänder wirken bei Reiseübelkeit, Schwangerschaftsübelkeit, Migräneübelkeit und auch bei Übelkeit nach operativen Eingriffen oder im Rahmen einer Chemotherapie.

Die Handhabung ist ziemlich einfach. Den Bändern liegt eine bebilderte Gebrauchsanleitung bei, in der genau gezeigt wird, wie man den Nei Kuan-Punkt am Handgelenk findet, um das Armband optimal anzulegen. Zu kaufen gibt es die Sea-Bands in Apotheken und ausgewählten Shops. Ihr bekommt sie z.B. auch bei Amazon. Die Kosten für ein Set (2 Armbänder) gelaufen sich auf 10 bis 15 Euro.

Meine Erfahrungen mit Sea-Bands

Ich habe die Sea-Bands vor ziemlich genau 4 Jahren kennengelernt. In meiner Schwangerschaft mit Mausekind litt ich von Beginn an unter starker Übelkeit. Das kannte ich aus meiner Schwangerschaft mit Zwergenmann gar nicht, da war mir allenfalls ein wenig flau gewesen. Da ich nur ungern zu Medikamenten greifen wollte, riet mir eine Freundin zu den Sea-Bands. Also habe ich meinen Mann in die nächste Apotheke geschickt!

Ich muss vielleicht noch erwähnen, dass ich in der zweiten Schwangerschaft unter der extremen Form der Schwangerschftsübelkeit – der Hyperemesis Gravidarum – litt. Das kann man nicht mal mit der stärksten Magen-Darm-Grippe vergleichen. Es bleibt dabei wirklich GAR NICHTS im Körper, nicht mal ein Schluck Wasser – und das über Wochen! Und selbst wenn man meint, dass ja nichts mehr drin ist im Magen, würgt man Luft hoch. Dieser Zustand zog sich bei mir  über 3 Wochen so hin. Die Sea-Bands verschafften mir zumindest nach dem Anlegen für kurze Zeit Linderung, die Akupunktur meiner Hebamme ebenfalls. Letztlich musste ich dann aber doch stationär behandelt und auf Medikamente eingestellt werden, weil ich bereits deutliche Anzeichen von Austrocknung zeigte. Denn das, was ich zwischendurch mal zu mir nehmen konnte (und ich hatte echt verdammten Hunger und Durst!), flog nach kurzer Zeit schon wieder raus…

Dennoch kann ich über die Sea-Bands nur Gutes berichten. Ich kenne viele Frauen, denen die Akupressurbänder in der Schwangerschaft sehr gut gegen die Übelkeit geholfen haben. Und auch bei mir habe ich zumindest für einen begrenzten Zeitraum eine Besserung der Beschwerden wahrgenommen. Die Übelkeit war zwar nicht weg, aber in einem Rahmen, mit dem ich klar kam.

Sea-Bands für Kinder

Mausekind und Zwergenmann haben Gott sei Dank überhaupt keine Probleme mit Reiseübelkeit. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist, sehe ich immer wieder im Freundes- und Bekanntenkreis. Regelmäßig werden längere Autofahrten zu einem wahren Drama, wenn es „Mir ist schlecht…“ von der Rückbank tönt. Eine Freundin hat dann bei ihrem Sohn die Sea-Bands getestet und war total begeistert: endlich eine Autofahrt ohne (benutzte) Spucktüte!

Sea-Bands für Erwachsene

Eine Freundin von mir leidet unter Migräne. In der Vergangenheit hat sie dagegen schon mehrmals Akupunktur bekommen, was ihr sehr gut geholfen hat. Aber die Akupunktur-Praxis ihres Vertrauens ist nicht an 365 Tagen geöffnet und im Akutfall bekommt sie auch nicht immer zeitnah einen Termin. Inzwischen hat sie ein Medikament gefunden, mit dem die Kopfschmerzen gut im Griff sind, hundeelend ist ihr aber natürlich trotzdem noch. Nachdem ich meine Sea-Bands nach der Schwangerschaft nicht mehr benötigt habe, wollte sie die Bänder gerne mal testen. Und in Verbindung mit den Tabletten helfen sie ihr gut.

Besser als der Griff in den Medikamentenschrank

Sea-Bands wirken allein durch den Druck auf den Nei Kuan-Punkt und haben dadurch absolut keine Nebenwirkungen und können sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen benutzt werden. Ich persönlich finde ja, dass man es bei kleinen Wehwehchen immer erst einmal mit Hausmitteln versuchen sollte ehe man in den Medizinschrank greift. Das soll natürlich nicht heißen, dass man sich den Weg zum Arzt sparen kann oder sollte! Aber bei Reiseübelkeit z.B. würde sich der Griff zu Akupressur-Bändern sicherlich erst einmal lohnen, anstatt ein magenberuhigendes Medikament zu nehmen. Dazu zählen nämlich auch die allseits beliebten „Reise-Kaugummis“.

Wenn eure Kinder also an Reiseübelkeit leiden, wäre es ja mal den Versuch wert, ob die Sea-Bands nicht die gleiche Wirkung zeigen, wie ein Medikament, zu dem man sonst vielleicht greifen würde.

Kennt ihr die Sea-Bands schon und habt ihr sie sogar schon einmal selber benutzt?!

Kategorie Blog, Mamikram

Ich bin Svenja, Mitte 30 und Mami von Mausekind und Zwergenmann. Von Beruf bin ich Erzieherin und zusammen mit den Kindern, einem wundervollen Ehemann und den drei Stubentigern lebe ich im Emsland.

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