Und plötzlich ist sie groß: Mausekind’s Kita-Start

Guten Morgen!

Nun sind sie rum, die ersten beiden Wochen im Kindergarten… Die ersten beiden Wochen, in denen vormittags kein Kind mehr zu Hause ist. Die ersten beiden Wochen, in denen irgendwie was fehlt…

Seit dem 1. August geht Mausekind zusammen mit ihrem großen Bruder in den Kindergarten. Ja, nun doch. Im Mai hatte ich ja noch geschrieben, dass wir für diesen Sommer keinen Kita-Platz für Mausekind bekommen haben und sie auf der Warteliste in zwei Einrichtungen steht. Und nur eine Woche später sah die Lage dann ganz anders aus: plötzlich hatten wir sogar zwei Plätze zur Auswahl!

Mit dem großen Bruder in eine spannende Zeit

Unsere Entscheidung für die eine und gegen die andere Einrichtung war schnell gefallen. Nicht, weil die eine besser und die andere schlechter gewesen wäre. Es hat sich nur einfach die Möglichkeit ergeben, Mausekind und Zwergenmann zusammen unterzubringen 🙂 Und zwar genau dort, wo auch Zwergenmann sich seit 2 Jahren schon sehr wohl fühlt. In seiner Gruppe wurde kurzfristig ein U3-Platz frei, den wir sogar schon zum 1. Juni hätten haben können – so spontan waren wir mit Blick auf die Eingewöhnung dann aber doch nicht! Denn wir mussten beide selber arbeiten, konnten uns auch nicht mal eben so vor dem eh schon geplanten Urlaub frei nehmen. Also beschlossen wir, zum neuen Kindergartenjahr mit der Eingewöhnung zu starten.

Eingewöhnung – nicht mit mir!

Und so zogen wir am 1. August alle gemeinsam los zum Kindergarten – schwer bepackt mit allem, was man da so braucht 😉 Zwergenmann freute sich nach fünf Wochen Ferien schon wieder sehr auf den Kindergarten und seine Freunde und auch Mausekind war ganz hibbelig – ein gutes Zeichen?! Stolz schnappte sie sich ihren Hasen-Rucksack und klemmte sich ihren geliebten Hasi unter den Arm und los ging’s.

Das große Highlight gab’s dann gleich im Flur an der Garderobe: fast neben ihrem Bruder war der Platz mit dem Steckenpferd als Erkennungszeichen frei geworden! Mausekind LIEBT Pferde!!! Dann durfte sie auch endlich ihre neuen Hausschuhe mit der Katze anziehen, die wir schon vor ein paar Wochen gekauft hatten, und die sie am liebsten schon die ganze Zeit angezogen hätte.

In der Gruppe angekommen, schaute sie sich erst einmal um. Alles beim Alten. Zurück im Revier. Denn die Umgebung ist ihr vertraut – zwei Jahre lang hat sie Zwergenmann jeden Tag hier hin begleitet und mit der Zeit fiel das Abschiednehmen und Gehenmüssen immer schwerer… Nun durfte sie bleiben! Endlich! Vollblutpapi und Vollblutmami standen abgemeldet in der Ecke rum nachdem sie Wechselwäsche, Matschklamotten und Windeln verstaut hatten. Okay… Hatten wir was anderes erwartet?! Nicht wirklich. Also gingen wir. Mit der Absprache, sie nach zwei Stunden wieder abzuholen, damit der erste Tag nicht gleich so lang ist.

Trennungsschmerz

Die nächsten Tage verliefen ebenso unproblematisch. Ich brachte die beiden morgens in den Kindergarten und war direkt abgeschrieben. Mausekind möchte morgens immer direkt frühstücken. Also packen wir gemeinsam die Brotdose aus und dann verabschiede ich mich von ihr. Alles könnte so einfach sein, wenn es da nicht die Tage geben würde, an denen der Papa die Kinder in den Kindergarten bringt… Dann kullern nämlich Tränen und dann möchte Mausekind ihn gar nicht gehen lassen. Und dabei ist sie doch eigentlich ein Mama-Kind… Komisch. Aktuell vermuten wir, dass sie sich an das Ritual zwischen Zwergenmann und Vollblutpapi erinnert, das die beiden den Winter über hatten: Zwergenmann hat sich immer im Flur ans Fenster gestellt und dem Papa noch gewunken, wenn er den Kindergarten verlassen hat. Genau das geht nun aber nicht, denn die Büsche sind wunderbar grün und so zugewachsen, dass man den Fußweg gar nicht sehen kann! Da werden wir uns also wohl etwas einfallen lassen müssen.

Gemeinsam ist man stark

Was für andere Eltern und Einrichtungen undenkbar ist, ist für uns der richtige Weg: Mausekind und Zwergenmann gehen in die gleiche Kindergartengruppe. Das war nicht so beabsichtigt, es hat sich durch den freigewordenen Platz einfach so ergeben. Und es ist gut so. Zwergenmann ist stolz, dass seine kleine Schwester dabei ist! So sehr sich die beiden auch oft in den Haaren haben, so sehr hängen sie auch aneinander. Und für Mausekind ist es glaub ich auch ganz gut, dass sie ein „Stück Heimat“ bei sich hat 😉 Es gibt Sicherheit. Und es ist ja nicht für lange: nächstes Jahr kommt Zwergenmann schon in die Schule und dann bleiben ihr immer noch drei bruderfreie Kindergartenjahre!

Ich bin angekommen

Mausekind fühlt sich wohl. Sie freut sich jeden Morgen auf den Kindergarten. Man merkt ihr förmlich an, dass es der absolut richtige Weg für sie ist. Sie ist angekommen in ihrer neuen Umgebung und hat das wirklich gebraucht. Allerdings haben wir auch die Befürchtung, dass sie ein falsches Bild vom Kindergarten bekommen könnte… Denn in der letzten und dieser Woche wurde fast jeden Tag ein Geburtstag (nach)gefeiert 😉 Was sie wohl sagt, wenn es nicht mehr jeden Tag Kuchen gibt??? *lach*

Auch ich bin angekommen 🙂 Und es fiel mir leichter als gedacht. Bei Zwergenmann verlief die Eingewöhnung ja auch schon so komplikationslos und da habe ich dann die gemeinsame „ungestörte“ Zeit mit Mausekind unheimlich genossen. Nun genieße ich meine neue Freiheit – wenn man das so sagen kann. Wenn ich vormittags nicht arbeiten muss, habe ich Zeit für all die Dinge, die man mit Kind nicht so gut schafft. Und ich genieße auch einfach mal die Ruhe 😉 Das ist schon komisch, wenn niemand was von einem will! Daran muss ich mich erstmal gewöhnen… Und was auch schön ist: mal wieder kinderfreie Zeit mit dem Partner zu verbringen 😉 Das ging bislang ja auch immer nur, wenn man vorher einen Babysitter organisiert hatte! Nun kann man auch mal ganz spontan zusammen in der Stadt frühstücken 🙂

 

Neue Wege

Eine Neuerung gibt es aber für beide Kinder in der Zukunft noch: sie sind zum Frühdienst angemeldet. Den nehmen wir aber nur dann in Anspruch, wenn Vollblutpapi und ich arbeiten müssen! Bislang musste ja immer die Oma kommen, das fällt nun weg. Ich bin gespannt, wie die beiden damit dann klar kommen. Mal abgesehen davon, dass sie dann früher aufstehen müssen (oh oh…), gehen sie dann morgens auch erst noch in eine andere Gruppe, in der die Frühdienstkinder betreut werden. Ich bin mir aber sicher, dass sie auch das gemeinsam gut meistern werden!

Ohne Oma geht es nicht

Diese Erkenntnis bleibt. Wenn nämlich sowohl Vollblutpapi als auch ich arbeiten müssen, kann ich Mausekind und Zwergenmann nicht zu 13 Uhr vom Kindergarten abholen. Also haben wir schon vorab mit der Oma abgemacht, dass sie an diesen Tagen bei uns kocht und die Kinder dann vom Kindergarten abholt. Die Sache mit dem gut funktionierenden Netzwerk, ihr wisst schon 😉 Ganztagsbetreuung ist für uns nämlich keine Option, das würden wir zu selten in Anspruch nehmen und dann ist das rausgeschmissenes Geld.

Erzählt doch mal, wie die Eingewöhnung und der Kita-Start bei euch so gelaufen ist…

Eure Vollblutmami

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